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17.05.2017 // MWBO-Novelle

Chirurgen: Kein „Pseudo-Generalist“! – BÄK: Versorgung in der Fläche sichern

Die chirurgischen Fachgesellschaften wehren sich gegen die Pläne der Bundesärztekammer (BÄK), am Allgemeinchirurgen festzuhalten. „Die Forderung nach einem eigenständigen Facharzt für Allgemeinchirurgie in der derzeitigen Form kann (…) nur als Rückschritt gewertet werden“, heißt es in einem Schreiben an die Bundes- und Landesärztekammern. Dies gefährde inzwischen etablierte Qualitätsstandards und die Patientensicherheit, warnen die Chirurgen. So belege das Deutsche Krankenhausverzeichnis, dass 81 Prozent aller deutschen Kliniken sowohl eine Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie als auch eine für Orthopädie und Unfallchirurgie vorhalten. „Damit bilden Krankenhäuser heute in ihrer Organisation den hohen Spezialisierungsgrad in den chirurgischen Fächern ab und entwickeln sich vermehrt in Richtung der auch von der Politik geforderten Zentren“, so Hans-Joachim Meyer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC).

Nur in diesen spezialisierten Einheiten sei der einzelne Operateur imstande, die notwendige Expertise für die Behandlung seiner Patienten zu entwickeln. „Ein Chirurg, der einen Darmkrebs exzellent operiert, kann nicht genauso erfahren in der Chirurgie des Gelenkersatzes sein“, betont Meyer. Die gemeinsame Weiterbildungskommission der DGCH sowie sämtlichen chirurgischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden hatte sich bereits im Herbst 2015 einstimmig gegen eine Weiterführung des Facharztes für Allgemeinchirurgie entschieden.

Tim Pohlemann, Präsident der DGCH, verweist auf die Komplexität operativer Eingriffe, die eine Spezialisierung in die Chirurgie der Weichteile einerseits und des Skeletts und der Knochen andererseits erforderlich gemacht habe. „Diese Entwicklung sollten wir auch in der künftigen Weiterbildung abbilden, um keine Verschlechterung in der operativen Versorgung zu riskieren“, so Pohlemann. „Wir brauchen keine Festschreibung eines real nicht mehr existierenden ‚Pseudo-Generalisten‘ in der Chirurgie.“ Erweiterte Kompetenzen könnten bereits jetzt über Doppel- und Dreifachqualifikationen erlangt werden.

Die Ständige Kommission „Ärztliche Weiterbildung“ der BÄK hält hingegen an einer Weiterbildung zum Allgemeinchirurgen, der ohne tiefergehende Spezialisierung eine Vielzahl an Eingriffen vornehmen darf, fest. Sie begründet dies mit dem sich abzeichnenden Ärztemangel in der Fläche. Der diesjährige Deutsche Ärztetag in Freiburg wird unter anderem über die Novellierung der Musterweiterbildungsordnung diskutieren, vor allem den in den vergangenen Monaten intensiv diskutierten und bearbeiteten Teil B, der die Facharztbezeichnungen umfasst. Die Chirurgen erwarten, dass dort ihre Empfehlung für eine spezialisierte Weiterbildung umgesetzt wird. (stp)

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