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23.06.2017 // Arztmangel

CSU legt umfangreiches Maßnahmenpaket vor

Medizinstudium, Weiterbildung, Bedarfsplanung, Kommunen als Versorgungsträger, Bereitschaftsdienst – mit insgesamt 27 Einzelmaßnahmen in nahezu allen Bereichen der ärztlichen Ausbildung und Versorgung will die CSU dem Ärztemangel in ländlichen Regionen begegnen.

Konkret fordert die Partei, die Zahl der Medizinstudienplätze in allen Bundesländern jeweils um mindestens zehn Prozent zu erhöhen. Die Staatsregierung solle sich auf Bundesebene für entsprechende Förderprogramme einsetzen. Für den Freistaat Bayern konzentriert sich die CSU vor allem auf die hausärztliche Versorgung und fordert die Einführung der sogenannten Landarztquote. Fünf Prozent der Studienplätze sollen an Bewerber gehen, die sich verpflichten, als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die unterversorgt sind oder in denen eine Unterversorgung droht. In diesem Zusammenhang seien auch entsprechende Stipendienprogramme auszuweiten, um künftige Landärzte bereits während des Studiums zu unterstützen. Zudem sollten die bayerischen Universitäten an allen medizinischen Fakultäten einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin einrichten, das Fach Allgemeinmedizin innerhalb des Studiums weiter stärken, dabei den praktischen Bezug zur Versorgung herstellen sowie Seminare zur Praxisgründung und unternehmerischen Führung anbieten.

Darüber hinaus sei die Facharztweiterbildung zu „entschlacken“ und zu „optimieren“. Die CSU will Weiterbildungsverbünde  gefördert sehen und eine gleich hohe Vergütung der sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen. Ergänzend seien Kampagnen zu entwickeln und umzusetzen, die umfassend über die Möglichkeit des Quereinstiegs in die Allgemeinmedizin informieren und das Image des Hausarztes aufwerten sollen. Dies soll um allgemeine Informationsplattformen zur Aus- und Weiterbildung sowie zu Fördermöglichkeiten ergänzt werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung wird aufgefordert, eine Analyse zum mittelfristigen Ärztebedarf zu erstellen. Den Gemeinsamen Bundesausschuss erinnert die CSU an seinen gesetzlichen Auftrag, die Bedarfsplanung weiterzuentwickeln und „erforderliche Anpassungen für eine bedarfsgerechte Versorgung zu treffen“. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns soll ihrerseits die regionale Bedarfsplanung anpassen und über die Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung berichten. Sie ist zudem aufgefordert, die bereits eingeleitete Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes fortzusetzen, da diese zur Entlastung der Ärztinnen und Ärzte auf dem Land beitrage.

Nicht zuletzt sei zu prüfen, in welcher Form Kommunen zur Sicherstellung der Versorgung beitragen können und welche möglichen Hemmnisse hier abzubauen sind. (stp)

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