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19.01.2017 // Masterplan Medizinstudium 2020

DEGAM und Hausärzteverband fordern Verabschiedung vor der Bundestagswahl

Der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) fordern die Verabschiedung des Masterplans Medizinstudium 2020 noch in dieser Legislaturperiode. „Die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, sind gut“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der DEGAM-Präsidentin Erika Baum und des HÄV-Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt. „Wenn wir die Einigung jetzt jedoch verschlafen, werden wir das zukünftig teuer bezahlen“, heißt es weiter.

Der Masterplan Medizinstudium 2020 sei eine der wichtigsten Reformen im deutschen Gesundheitswesen. Ohne sie werde eine langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung nur schwer möglich sein, warnte Weigeldt. Es wäre ein fatales Signal, wenn die Reform jetzt „in den Mühlen des Föderalismus“ hängen bliebe. Baum ergänzte, „dass die Aufwertung der Allgemeinmedizin generell sowie eine verstärkte Fokussierung auf die ärztliche Basisversorgung für das Medizinstudium dringend notwendige Veränderungen“ seien. „Eine zukunftsweisende Reform des Studiums muss sich stärker als bisher an der Versorgungsrealität orientieren“ so Baum.

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hatte sich im Sommer des vergangenen Jahres für die Einführung von Quartalen im Praktischen Jahr (PJ), für ein PJ-Pflichtquartal in der ambulanten Versorgung sowie eine Pflichtprüfung in der Allgemeinmedizin am Ende des Studiums ausgesprochen. Ebenfalls auf Zustimmung traf die Einführung der sogenannten Landarztquote bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen. Darüber solle jedoch jedes Bundesland „nach Bedarf“ selbst entscheiden. Seitdem jedoch konnte keine Einigung zu einer endgültigen gemeinsamen Verabschiedung getroffen werden. Strittig sind nach Hartmannbund-Informationen vor allem Finanzierungsfragen. (stp)

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