pageUp
  

Aktuelle Meldungen

05.03.2015 // Weiterbildung und Familie

DGHO und DGPPN fordern Anrechenbarkeit von 25-Prozent-Stellen

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) fordern, Tätigkeiten mit einem Umfang von 25 Prozent der Regelarbeitszeit auf die Facharztweiterbildung anrechnen zu können. Um die zeitliche Ausdehnung der Weiterbildung bei Teilzeittätigkeiten zu begrenzen, sollte zudem bei nachgewiesener Erfüllung aller inhaltlichen Anforderungen eine Verkürzung der errechneten Weiterbildungszeiten um bis zu 30 Prozent ermöglicht werden. Damit soll den aktuellen Herausforderungen an die Facharztweiterbildung begegnet werden, die sich aus dem steigenden Frauenanteil und den Erwartungen der jungen Generation an die ärztliche Berufsausübung ergeben haben. Hintergrund der Forderungen ist der zunehmende Nachwuchsmangel. Als besonders problematisch erweist sich laut einer Erhebung unter den Mitgliedern der DGHO dabei die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Nach wie vor fehlten in den Weiterbildungsordnungen familienfreundliche Lösungen, bemängelte die DGHO-Vorsitzende Diana Lüftner. Maren Knödler, Leiterin des Arbeitskreises Frauen der DGHO, wies darauf hin, dass neben strukturierten Curricula und Rotationsplänen, die Teilzeittätigkeiten berücksichtigen, auch flexible Arbeitszeitmodelle und adäquate Betreuungsangebote für Kinder nicht in dem erforderlichen Umfang existieren. Antonia Busse von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie an der Charité machte deutlich, dass das zentrale Ziel die Förderung von Familien und Eltern sein müsse.

Zurückgehend auf eine Initiative des Arbeitskreises „Aus- und Weiterbildung“ im Hartmannbund hatte der Deutsche Ärztetag bereits im Jahre 2013 die Ärztekammern und Weiterbilder aufgefordert, Regelungen zu schaffen, die eine strukturierte Weiterbildung auch im Rahmen von Teilzeittätigkeiten und im Verlauf von Schwangerschaftszeiten sicherstellen. Die Kammern sollten die Vergabe von Befugnissen demnach an Curricula knüpfen, die eine Weiterbildung in Teilzeittätigkeit berücksichtigen. In sämtlichen aktuellen Erhebungen und Evaluationen zur Facharztweiterbildung (siehe auch die Hartmannbund-Umfrage Assistenzarzt (m/w) 2014) zeigt sich aber nach wie vor, dass die überwiegende Mehrheit der Weiterzubildenden nicht mal einen Weiterbildungsplan ausgehändigt bekommt. (stp)

>>> weitere Informationen

News
23.08.2019 // Wer geht wann ans Netz?

Gestartet ist die Telematikinfrastruktur (TI) mit den niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und...

mehr
22.08.2019 // TI

Die CompuGroup Medical (CGM) hat die nächste Generation von Konnektoren für die...

mehr
19.08.2019 // Kabinett stimmt Komplettumbau zu

Das Bundeskabinett hat grünes Licht für den Umbau des Medizinische Dienst der Krankenversicherung...

mehr
Kontakt

Hartmannbund

Kurfürstenstraße 132

10785 Berlin

Telefon: 030 206208-0

Telefax: 030 206208-49

E-Mail: hb-info@hartmannbund.de

Pressestelle