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Aktuelle Meldungen

18.12.2015 // Ärztliche Versorgung von Asylbewerbern

e-Card ab Januar 2016 auch für Flüchtlinge

Mit Beginn des kommenden Jahres wird in verschiedenen Bundesländern die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge eingeführt. Länder und Kommunen können die gesetzlichen Krankenkassen dann verpflichten, die eGK auch an Flüchtlinge und Asylbewerber auszugeben, die sich noch keine 15 Monate in Deutschland aufhalten. Damit sollen den Betroffenen der Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtert und für die behandelnden Ärzte und die Betreuenden die Verwaltungsvorgänge entbürokratisiert werden.

Bislang müssen Flüchtlinge im Krankheitsfall erst bei der örtlichen Behörde einen Behandlungsschein beantragen, um medizinisch versorgt zu werden. Dies ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Einige Länder und Kommunen haben sich deshalb bereits für die Ausgabe der eGK entschieden.

Kann die Karte nicht eingelesen werden, ist bei den betreffenden Patienten die Anwendung des Ersatzverfahrens vorgesehen. Ist dabei nicht erkennbar, dass es sich um einen Flüchtling handelt, wird – nach einer Vereinbarung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband – dem Arzt die Leistung trotzdem vergütet, auch wenn der Patient auf die Leistung keinen Anspruch hätte. Dies konnte die KBV mit dem GKV-Spitzenverband vereinbaren.

Nähere Informationen dazu sind auf der KBV-Homepage zu finden.

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