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30.09.2016 // Analyse

Existenzgründung: Einzelpraxis bleibt vorn

Die beliebteste Form der Existenzgründung ist unter Ärztinnen und Ärzten nach wie vor die Gründung oder die Übernahme einer Einzelpraxis. Das geht aus der aktuellen Analyse der ärztlichen Praxisgründungen hervor, die die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gemeinsam mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung jährlich durchführt. Datenbasis der jährlichen Analyse sind 2.500 Existenzgründungen, die die apoBank in der Berichtszeit finanziert hat. 58,8 Prozent der in die Analyse geflossenen Existenzgründungen entfielen auf die Einzelpraxis. 33,7 Prozent entschieden sich für die Übernahme der Anteile eines ausscheidenden Partners aus einer Berufsausübungsgemeinschaft. 7,5 Prozent wählten eine Praxisgemeinschaft oder ein Medizinisches Versorgungszentrum.

Veränderungen im Vergleich zu früheren Jahren zeigen sich vor allem beim Kooperationsverhalten. Während der Anteil derer, die sich im Rahmen von Kooperationen selbständig machen, von 45,1 Prozent in den Jahren 2012 und 2013 auf 41,2 Prozent in der aktuellen Anlyse gesunken ist, stieg die Bereitschaft zu Kooperationen bei solchen Ärztinnen und Ärzten, die sich bereits in einer Einzelpraxis niedergelassen haben, im selben Zeitraum von 36,3 auf 39,5 Prozent. "Wir beobachten, dass viele junge Heilberufler sich zunächst in einer Einzelpraxis niederlassen und damit die geringere Komplexität bei der Existenzgründung wählen, sich aber später für eine Kooperation entscheiden", erläutert Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank, diese Entwicklung. (stp)

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