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04.11.2016 // Leopoldina-Thesen zur Ökonomisierung im Gesundheitswesen

Gassen wirbt um Dialog mit DKG

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, plädiert für einen Dialog seiner Organisation mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Ziel ist, gemeinsame Wege zu finden, um die Versorgung zu optimieren und die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen. Hintergrund ist ein Thesenpapier von Wissenschaftlern der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, in dem sie die ethische Notwendigkeit ökonomischen Handelns im Gesundheitswesen betonen, solange dadurch die Ziele der Medizin und damit eine qualitativ hochwertige Versorgung bei begrenzten Ressourcen erreicht wird. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, nicht nur die Bettenzahl, sondern auch die Zahl der Kliniken in Deutschland zu verringern. Existierte in Deutschland eine Krankenhausstruktur wie in Dänemark, gäbe es nicht bundesweit 2.000 sondern nur 330 Krankenhäuser.

„Wir müssen gemeinsam für gute Rahmenbedingungen sorgen“ sagte Gassen. „Wie die gemeinsame Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung vor Ort am besten gelingen kann, wissen Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser am besten.“ Die Herausforderungen seien vor allem die demografische Entwicklung und der Ärztemangel. Gassen stellte klar, dass die Diskussion um die Schließung von Krankenhäusern zwar mit Augenmaß geführt werden müsse. „Wer aber die wesentliche Bedeutung der ambulanten Versorgung durch die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten verkennt und unkritisch teils überflüssige stationäre Strukturen fördert, beeinträchtigt letztlich die Versorgung unserer Bevölkerung.“ (stp)

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