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01.04.2019 // Organspende

Gemeinsamer Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach sowie Dr. Georg Nüßlein (CSU) und Petra Sitte (Linke) haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung ausgearbeitet, den sie dem Parlament zur Abstimmung vorlegen wollen. Der Entwurf sieht vor, dass jeder Bürger nach seinem Hirntod als potentieller Organspender gelten soll - wenn er zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. Wer keine Organe spenden will, muss dies in einem Register dokumentieren. Ein Veto kann jederzeit selbst eingetragen oder auch gelöscht werden, wenn sich die eigene Meinung geändert hat. Auch der Fall, dass eine Organspende ausdrücklich gewünscht wird, soll im Register vermerkt werden können. Ist kein Widerspruch hinterlegt, gilt dies als Zustimmung. Allerdings sollen Angehörige die Organentnahme ablehnen können, wenn sie glaubhaft machen, dass der Verstorbene kein Spender sein wollte, das aber nicht eigens dokumentiert hat. Die Ärzteschaft hat sich auf dem 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt für die Einführung der Widerspruchslösung ausgesprochen.

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