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10.01.2017 // Studie der Bertelsmann-Stiftung

GKV für Beamte – Milliardenentlastung für Bund und Länder?

Würden die Beamten Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sein müssen, könnten Bund und Länder bis zum Jahr 2030 rund 60 Milliarden Euro einsparen. Zudem würden die Beiträge für alle gesetzlich Krankenversicherten sinken. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Derzeit sind in Deutschland 85 Prozent der berufstätigen und pensionierten Beamten in der Privaten Krankenversicherung. Das sind rund drei Millionen Menschen und etwa ein Drittel der insgesamt rund neun Millionen PKV-Versicherten.

Der Studie zufolge würden Bund und Länder vor allem bei der Beihilfe sparen. Im Krankheitsfall zahlt der Beamte die Behandlungskosten zunächst selbst. Gegen Vorlage der Rechnung erstattet ihm der Staat – je nach Familiensituation sowie Bundes- und Landesrecht – zwischen 50 bis 70 Prozent der Kosten. Den Rest zahlt die private Krankenversicherung. Die Gesamtkosten beliefen sich 2014 laut Studie auf insgesamt 11,9 Milliarden Euro. Bis 2030 geht eine Prognose von einem Anstieg auf jährlich 20,4 Milliarden Euro aus.

Würde die Beihilfe für Beamte abgeschafft, würden 67 Prozent der bislang privat versicherten Staatsbediensteten in die GKV wechseln müssen, da ihr Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Weitere 21 Prozent würden aus finanziellen Gründen freiwillig in die GKV wechseln. Lediglich 12 Prozent der bisher privat versicherten Beamten blieben – so die Simulation – aus finanziellen Gründen auch weiterhin in der PKV. Im Ergebnis wären dann insgesamt neun von zehn Beamten gesetzlich krankenversichert. Damit könnten Bund und Länder trotz der dann zu zahlenden Arbeitgeberanteile in der GKV bereits im ersten Jahr etwa 1,6 beziehungsweise 1,7 Milliarden Euro einsparen. Langfristig würden 13 von 16 Bundesländer von Milliardeneinsparungen profitieren. Lediglich Sachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern würden weiter geringfügig belastet.

Dieses Szenario würde auch den Beitragssatz in der GKV senken. Die Studienautoren gehen von 11,8 Milliarden Euro aus, die die GKV dann zusätzlich für die neuen gesetzlich krankenversicherten Beamten ausgeben müsste. Dem stünden jedoch Beitragseinahmen aus dieser Gruppe von insgesamt 15,2 Milliarden Euro gegenüber. Das ergibt einen positiven Saldo von 3,4 Milliarden Euro, wodurch die GKV-Beiträge um 0,34 Prozentpunkte gesenkt werden könnten. (stp)

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Pressemitteilung des Hartmannbundes

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