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13.06.2017 // Digitalisierung der Medizin

Gröhe und Wanka legen gemeinsame Erklärung vor

Nachdem Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) Ende Mai ein Eckpunktepapier zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft veröffentlichte, ziehen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Forschungsministerin Johanna Wanka (beide CDU) mit einer gemeinsamen Erklärung nach. "Unser Ziel ist, dass jeder Arzt, jeder Patient und jeder Forscher in Zukunft unter Wahrung der Selbstbestimmung des Einzelnen Zugang zu den für ihn erforderlichen Informationen hat", ließen sie zum Start des zweitägigen Digitalgipfels der Bundesregierung in Ludwigshafen verlauten.

Der Erklärung zufolge ist eine Dialogplattform geplant, in der Vertreter aus Gesellschaft, Forschung, Versorgung und Unternehmen über die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung für die Gesundheitsversorgung diskutieren sollen. Der medizinische Fortschritt solle so schnell wie möglich den Weg in die Versorgung finden und zum Nutzen der Patienten eingesetzt werden können. Des Weiteren wollen beide Minister die Einführung elektronischer Patientenakten forcieren und Projekte fördern, die die Möglichkeiten moderner digitaler Dienstleistungen und Infrastrukturen im Gesundheitsbereich für den Bürger zeigen. Die immer größer werdenden Datenmengen müssten zusammengebracht und ausgewertet werden, so Wanka. „Dann können sie uns helfen, Krankheiten besser zu verstehen und zu behandeln.“ Das Forschungsministerium stellt bereits für die Realisierung einer einheitlichen Patientenakte insgesamt 100 Millionen Euro bereit.

Gröhe hatte mit dem Anfang 2016 in Kraft getretenen E-Health-Gesetz die Digitalisierung der medizinischen Versorgung zur Chefsache erklärt und Ärzteschaft, Selbstverwaltung und Industrie in Sachen elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur Fristen gesetzt. (stp)

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