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12.12.2016 // Delegation ärztlicher Leistungen

Gutachten: Studium erhöht Qualität und Akzeptanz von Arztassistenten

Der Bachelor-Studiengang Physician Assistant/Arztassistent der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erhöht die Qualität der Ausbildung zum Arztassistenten und damit deren Akzeptanz bei Angehörigen anderer Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Das geht aus einem Ende November veröffentlichten Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der DHBW hervor. Die Hochschule in Karlsruhe hat den Bachelor-Studiengang nach internationalem Vorbild entwickelt und erstmalig im Wintersemester 2010/2011 angeboten. Eine entsprechende Weiterbildungsverordnung des Landes Baden-Württemberg regelt die Weiterbildung rechtlich. Demnach soll der Studiengang bis Ende 2015 erprobt werden, wobei bis zu diesem Zeitpunkt begonnene Weiterbildungen staatlich anerkannt abgeschlossen werden können.

Das Studium versetze die Absolventen in die Lage, delegationsfähige ärztliche  Leistungen qualifiziert und kompetent zu übernehmen, heißt es in dem Gutachten. Die  Ärzte  bescheinigten ihnen dabei eine gute Qualität ihrer Arbeit. Tätigkeitsschwerpunkt der Arztassistenten ist die interdisziplinäre und unterstützende Zusammenarbeit mit Ärzten im Krankenhaus. Ausdrücklich unterscheide sich die Übernahme delegierbarer ärztlicher Leistungen dabei von einer Substitution. Arztassistenten sollten und dürften ärztliche Tätigkeiten nicht eigenverantwortlich übernehmen.

Ansatzpunkte für Kritik ergaben sich aus der Befragung von Ärzten, die mit Arztassistenten zusammenarbeiten, dann auch zu genau dieser Abgrenzung. So ist ärztlichem Personal teilweise nicht bekannt, welche Tätigkeiten delegierbar sind und welche nicht, denn es mangele an konkreten Stellenbeschreibungen für den Arztassistenten. Dies könne zu Unsicherheiten fachlicher wie rechtlicher Art oder Fehlentscheidungen bei der Übertragung ärztlicher Tätigkeiten führen. Des Weiteren sei delegierenden Ärzten die eigene Rolle nicht immer klar, wenn sie von einer ständigen Supervision oder Kontrolle der Arztassistenten ausgehen. In diesem Fall seien in der Tat keine nennenswerten Arbeitserleichterungen oder Entlastungseffekte durch die Arztassistenten zu erwarten. Daher empfiehlt das Gutachten, dass Kliniken mit Arztassistenten entsprechende Stellenprofile vorhalten, in denen nach Möglichkeit nicht nur die jeweils delegationsfähigen Leistungen umfassend aufgeführt sein sollten, sondern auch beispielhaft Leistungen, die nicht delegiert werden können. Sie empfiehlt zudem eine Angleichung und Vereinheitlichung der Curricula der Hochschulen, die ein Studium zum Arztassistenten anbieten, um einheitliche und vergleichbare Standards für diese Qualifikation zu schaffen.

Der 118. Deutsche Ärztetag vom Mai 2015 unterstützte ausdrücklich, die weitere Entwicklung dieses Delegationsmodells gestaltend zu begleiten. Ziel sollte sein, Kompetenzen, Inhalte und Einsatzfelder von Arztassistenten festzulegen und eine bundeseinheitliche Lösung voranzutreiben. Der Arztassistent habe angesichts der epidemiologischen Entwicklung, der zunehmenden Komplexität der medizinischen Versorgung und der Regelungsdichte im Gesundheitswesen das Potenzial, Ärzte zu entlasten und die Attraktivität des Arztberufs zu verbessern. (stp)

Der Arztassistent (Physician Assistant) – Evaluation einer neuen Qualifikation im deutschen Gesundheitswesen. Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)

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