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01.09.2017 // KBV-Versichertenbefragung

Gute Noten für ambulante Versorgung, jedoch Mangel an Fachärzten

Die Bürger in Deutschland sind mit der ambulanten medizinischen Versorgung sehr zufrieden. Das geht aus der diesjährigen Versichertenbefragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV hervor. Die Umfrage zeige seit nunmehr über einem Jahrzehnt sehr hohe Zufriedenheitswerte, sagte der der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. 91 Prozent der 6.000 Befragten hätten angegeben, zu ihrem Arzt ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu haben. Bei lediglich fünf Prozent sei dies „weniger gut“. Auch die fachlichen Qualitäten hätten sehr positive Bewertungen bekommen. Insgesamt gaben 92 Prozent der Befragten an, dass der zuletzt von ihnen aufgesuchte Arzt „sehr gut“ (48 Prozent) oder „gut“ (44 Prozent) arbeite. Nur drei Prozent waren „weniger zufrieden“.
Ebenfalls weitgehend zufrieden seien die Versicherten mit der Arztdichte in der Nähe ihres Wohnortes. Vor allem die Versorgungslage mit Hausärzten werde im Vergleich zur eher defizitären wohnortnahen fachärztlichen Versorgung entspannt gesehen. Hierbei gebe es jedoch regionale Unterschiede. Während in Großstädten nur gut jeder Zehnte angab, dass es zu wenige Hausärzte gebe, sei dies in kleinen Städten und Gemeinden schon jeder Dritte. Über zu wenige Fachärzte in Wohnortnähe hätten sich 43 Prozent der Befragten beklagt.

In das Thema Wartezeiten scheint ebenfalls weiter Ruhe einzukehren. Zwar hätten 13 Prozent bis zu drei Wochen und weitere 15 Prozent länger als drei Wochen auf einen Arzttermin warten müssen, jedoch empfände die Mehrzahl der Befragten Wartezeiten von mehr als drei Wochen auch nicht als problematisch. Insgesamt 42 Prozent gaben zudem an, dass sie gar nicht auf einen Termin beim Arzt warten mussten, 16 Prozent warteten einen Tag oder zwei bis drei Tage, 40 Prozent mussten sich länger als drei Tage gedulden, darunter elf Prozent bis zu einer Woche.

In der Frage der Compliance der Patienten habe sich die Bedeutung der sprechenden Medizin gezeigt. Dabei sei nicht nur die Information wichtig, was die Patienten selbst tun können, sondern vor allem auch Begründungen: 97 Prozent der Befragten empfinden diese ärztlichen Hintergrundinformationen für das bessere Verständnis als hilfreich. Daneben nutzen viele Patienten vor und nach dem Arztbesuch Informationen über das Internet. Allerdings seien dabei zuverlässige und von Ärzten beglaubigte Informationsquellen bevorzugt. 61 Prozent der App-User befürworten ein Gütesiegel aus dem Gesundheitsbereich, das den Anwendungen definierte Qualitätsstandards bescheinigt. (stp)

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