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Aktuelle Meldungen

27.03.2018 // HB-Umfrage

Hartmannbund sieht Aufklärungsbedarf zum Fernbehandlungsverbot

Auf dem 121. Deutschen Ärztetag Anfang Mai in Erfurt steht eine weitgehende Lockerung des Fernbehandlungsverbots zur Debatte und zur Abstimmung. Die Ärzteschaft selbst hatte sich skeptisch gegenüber den Plänen der Bundesärztekammer geäußert. Als einen „deutlichen Fingerzeig“ hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Hartmannbundes zum Thema Fernbehandlungsverbot gewertet. Von mehr als 3.800 befragten ambulant und stationär tätigen Ärzten sowie Medizinstudenten antworteten auf die Frage "Sollte das Fernbehandlungsverbot gelockert werden?" 62 Prozent mit Nein. Unter den niedergelassenen Ärzten knackten die ablehnenden Voten die Zwei-Drittel-Marke (69 Prozent). Die Klinikärzte stimmten zu 61 Prozent gegen eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots. Sogar der vermeintlich technikaffine Ärztenachwuchs auf den Universitäten sprach sich zu 58 Prozent dagegen aus.

"Es gibt zur Online-Behandlung noch ein hohes Maß an Diskussions- und Aufklärungsbedarf", sagte Reinhardt. Gerade diejenigen, die vor allem an die Chancen der Digitalisierung glauben und an die Unvermeidlichkeit, sich dieser Entwicklung aktiv zu stellen, müssten alle Anstrengungen unternehmen, sich mit den berechtigten Einwänden der Kolleginnen und Kollegen auseinanderzusetzen, forderte Reinhardt. Die inhaltliche Diskussion über den Einsatz neuer Medien in der ärztlichen Versorgung dürfe innerhalb der Ärzteschaft nicht auf die lange Bank geschoben werden. Weitere Informationen zur Bewertung der Umfrage gibt es hier.

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