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Aktuelle Meldungen

23.09.2016 // HzV-Verträge

Hausärzteverband macht Front gegen „Altsystem“

Der Deutsche Hausärzteverband will im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl die Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) politisch stärker bewerben. Konkret will sich der Verband dafür einsetzen, dass Versicherte einen Bonus bekommen, wenn sie sich in einen HzV-Vertrag einschreiben. „Ich bin überzeugt, dass wir mit der Hausarztzentrierten Versorgung ein gutes Angebot haben“, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt vor den Delegierten des diesjährigen Hauärztetages.

Derzeit seien bundesweit insgesamt vier Millionen Versicherte und 16.000 Hausärzte in HzV-Verträge eingeschrieben. Dies sei „ein großer Erfolg“, so Weigeldt. Ziel seines Verbandes sei es dennoch, weiter „in ein lange bestehendes und etabliertes System“ einzugreifen, das „hohe Beharrungskräfte“ habe, „aber die hausärztliche Versorgung nicht ausreichend unterstützen“ könne. Es seien „immer neue Angriffe gestartet oder Blockaden errichtet“ worden, „um das Altsystem zu erhalten“.

Weigeldt forderte, überall Vollversorgungsverträge der HzV zu etablieren und die Unabhängigkeit von den ärztlichen Körperschaften weiter auszubauen. „Es muss aufhören, dass uns ständig neu erfundene Fachgebiete die Kompetenz zur umfassenden Betreuung unserer Patienten absprechen“, kritisierte Weigeldt und wehrte sich dagegen, dass zur „Lösung für den wachsenden Bedarf qualifizierter hausärztlicher Versorgung andere Fachärzte ins Spiel“ gebracht würden, „die anscheinend in ihrem Fachgebiet nicht ausgelastet sind“. Zugleich appellierte Weigeldt an die Mitglieder, ihre Interessen auch in den Vertreter- und Delegiertenversammlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen und Landesärztekammern zu vertreten. (stp)

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