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02.12.2015 // Bedarfsplanung in strukturschwachen Regionen

Hecken: Doppelte Facharztschiene können wir uns nicht mehr leisten

Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), stellt in strukturschwachen Regionen die sogenannte doppelte Facharztschiene – eine Wortschöpfung der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt – in Frage. In strukturschwachen Regionen, wo Krankenhäuser künftig Sicherstellungszuschläge erhielten, soll den Vorstellungen des GBA-Vorsitzenden zufolge der ambulante Sektor nicht eigens am Leben erhalten werden, wenn die Kassenärztlichen Vereinigungen ihren Versorgungsauftrag nicht erfüllen könnten.

"Die doppelte Facharztschiene können wir uns nicht mehr leisten, wenn wir sehen, dass wir in strukturschwachen Gebieten keine Ärzte mehr in die Krankenhäuser und in die ambulante Versorgung mehr bekommen", sagte Hecken auf einem Kongress des Interessenverbands Kommunale Krankenhäuser. Dort, wo mit Kliniken über Sicherstellungszuschläge verhandelt werden muss und keine Ärzte in die ambulante Versorgung kommen, sollten die Krankenhäuser formal in die ambulante Bedarfsplanung aufgenommen werden. Deshalb werde er die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu Sicherstellungszuschlägen und der Notfallstrukturplanung im GBA-Unterausschuss "Bedarfsplanung" unterbringen, so Hecken. Der Unterausschuss soll die ambulante Bedarfsplanungsrichtlinie überarbeiten, die laut GKV-Versorgungsstärkungsgesetz zum 1. Januar 2017 in Kraft treten soll. (stp)

Pressesprecher

Michael Rauscher

Tel.: 030 206208-11

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