pageUp
  

Aktuelle Meldungen

24.08.2017 // Modellprojekt in Thüringen

Hybrid-DRG: Gleiches Geld für gleiche Leistung

In Thüringen vergütet die Techniker Krankenkasse (TK) ausgewählte Leistungen, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht werden können, in gleicher Höhe – unabhängig davon, ob die Leistung in der Klinik oder in einer Praxis erbracht wird. Dazu sind sogenannte Hybrid-DRGs vereinbart worden. Ziel des Modellprojektes ist es, Fehlanreize zu beseitigen, die aus den unterschiedlichen Abrechnungsbedingungen im ambulanten und stationären Sektor resultieren. Künftig soll nach dem Grundsatz "gleiches Geld für gleiche Leistung" allein der medizinische Bedarf des Patienten die Versorgungsebene bestimmen und nicht die Vergütungshöhe.

Grundlagen für die neuen "Hybrid-DRG" sind einer Pressemitteilung der TK zufolge die Fallpauschalen im Krankenhaus und der Vergütungskatalog für ambulant tätige Ärzte. Daraus sei ein Mischpreis für operative Eingriffe kalkuliert worden. So soll die Operation eines Leistenbruchs künftig einheitlich mit 1.600 Euro vergütet werden. Die Regelvergütung für eine ambulante Operation beläuft sich auf 600 Euro, stationär erbracht schlägt der Eingriff mit 2.000 bis 2.500 Euro zu Buche. Zusätzlich sollen auch Begleitleistungen, Nachbehandlungen und die Qualitätssicherung gleichgestellt werden. Getestet wird dieses neue Modell zunächst bei Kreuzbandverletzungen, Leistenbrüchen, Krampfadern und dem Karpaltunnelsyndrom.

An dem Projekt ist neben der TK auch die KKH Kaufmännische Krankenkasse beteiligt. Weiterer Vertragspartner ist die "NAO GmbH – Kliniknetz für Integrative Medizin". Erarbeitet wurde das Modell unter anderem mit dem Berufsverband der deutschen Chirurgen. Die Initiatoren erwarten auch eine deutliche Entbürokratisierung. So entfalle für teilnehmende Krankenhäuser die oft notwendige Abrechnungsprüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen, so  Guido Dressel, Leiter der Thüringer TK-Landesvertretung. Ein Vorteil für die niedergelassenen Ärzte sei laut NAO-Geschäftsführerin Suzanne Marx, dass bei der Notwendigkeit eines kurzstationären Eingriffs diese Option uneingeschränkt zur Verfügung stehe. (stp)

News
16.05.2019 // Spahn legt Referentenentwurf vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein Referentenentwurf für ein "Gesetz für eine...

mehr
13.05.2019 // Terminservice- und Versorgungsgesetz

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist...

mehr
09.05.2019 // § 7 Abs. 4 MBO-Ä

Auf dem 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt haben sich die Delegierten für eine Neufassung des § 7 Abs....

mehr
Kontakt

Hartmannbund

Kurfürstenstraße 132

10785 Berlin

Telefon: 030 206208-0

Telefax: 030 206208-49

E-Mail: hb-info@hartmannbund.de

Pressestelle