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18.03.2016 // Extremkostenbericht

InEK: Unikliniken sind weiterhin unterfinanziert

Universitätskliniken und andere große maximalversorgende Krankenhäuser in Deutschland erhalten für besonders aufwändige Behandlungen von Patienten nach wie vor keine kostendeckende Vergütung. Das geht aus dem Extremkostenbericht des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hervor. Die derzeitige Vergütungssystematik trage dem Umstand, dass größere Häuser tendenziell mehr Patienten mit ungewöhnlichen oder besonders schweren Krankheitsverläufen behandeln und dafür einen entsprechend hohen Vorhalteaufwand haben, nicht ausreichend Rechnung, kommentierte der erste Vorsitzende des Verbands der Universitätsklinika, Michael Albrecht, den Bericht.

Demnach haben die untersuchten Universitätsklinika und Maximalversorger Finanzierungslücken von durchschnittlich 3,5 Millionen Euro pro Klinikum durch die sogenannten Extremkostenfälle. Das Defizit beträgt hochgerechnet auf alle Uniklinika etwa 100 Millionen Euro.

„Bei der Finanzierung von Extremkostenfällen besteht nach wie vor Handlungsbedarf“, mahnte Heyo Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. Das Krankenhausstrukturgesetz habe dieses seit Jahren existierende Problem leider ausgeblendet, kritisierte er und forderte ein klares Konzept, wie diese Verwerfungen im Fallpauschalensystem beseitigt und die Finanzierungslücken geschlossen werden können. (stp)

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