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08.12.2016 // GKV-Finanzen

Kassen haben Reserven von mehr als 16 Milliarden Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen haben bis zum dritten Quartal dieses Jahres einen Überschuss von 1,55 Milliarden Euro erzielt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 167,65 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 166,10 Milliarden Euro gegenüber. Damit steigen die Finanzreserven der Krankenkassen auf mehr als 16 Milliarden Euro. Das hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bekanntgegeben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Kassen noch ein Defizit in Höhe von 359 Millionen Euro ausgewiesen. Demgegenüber haben sich die Finanzergebnisse der Krankenkassen um rund 1,95 Milliarden Euro verbessert.

Die Ausgabenentwicklung habe sich bei gleichzeitig steigenden Einnahmen Jahr „deutlich abgeflacht“, so das BMG. Je Versicherten gab es einen Ausgabenanstieg von 3,2 Prozent. Dies ist der niedrigste Anstieg seit 2012 und liegt deutlich unterhalb des Ausgabenzuwachses, den der Schätzerkreis im Oktober 2015 prognostiziert hatte. Die Ausgaben für die vertragsärztliche Vergütung stiegen je Versicherten um rund 3,6 Prozent. Darin sind jedoch Ausgaben für die ambulante psychotherapeutische Versorgung in Höhe von rund 119 Millionen Euro und die Hochschulambulanzen in Höhe von rund 90 Millionen Euro enthalten. Das entspricht bei der Psychotherapie einem Zuwachs von 8,6 Prozent, bei den Hochschulambulanzen von 23,7 Prozent. Für die zahnärztliche Behandlung gaben die Krankenkassen je Versicherten 3,3 Prozent mehr aus, beim Zahnersatz gab es je Versicherten einen geringen Rückgang um 0,9 Prozent. Die Ausgaben je Versicherten für Krankenhausbehandlungen stiegen um 2,5 Prozent.

Die Netto-Verwaltungskosten der Krankenkassen stiegen mit 4,3 Prozent je Versicherten stärker als in den Vorjahren. Der überproportionale Zuwachs sei laut BMG darauf zurückzuführen, dass eine Reihe größerer Krankenkassen deutlich stärkere Rückstellungen für die zukünftige Altersversorgung ihrer Beschäftigten gebildet haben als in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. „Ohne diese – nicht zur Deckung laufender Verwaltungsausgaben erfolgenden – Rückstellungen, die auch vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus zu sehen sind, liegt der Anstieg der Netto-Verwaltungskosten deutlich unterhalb des Anstiegs der Leistungsausgaben“, heißt es. Grundsätzlich blieben die Krankenkassen im Bereich der Verwaltungskosten jedoch gefordert, sparsam mit den Beitragsmitteln der Versicherten umzugehen.

Der Gesundheitsfonds verzeichnete im 1. bis 3. Quartal 2016 ein saisonübliches Defizit von rund 3,75 Milliarden Euro. Allerdings könnten daraus keine Rückschlüsse auf die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf gezogen werden, da die Ausgaben des Gesundheitsfonds als monatlich gleiche Zuweisungen an die Krankenkassen fließen, während die Einnahmen unterjährig erheblichen Schwankungen unterliegen. Die Einnahmen aus der Verbeitragung von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld fließen dem Gesundheitsfonds zumeist erst in den letzten Monaten des Jahres zu. Des Weiteren erwartet das BMG erhebliche Zusatzeinnahmen aus den Rentenanpassungen von 4,25 Prozent in den alten und 5,95 Prozent in den neuen Bundesländern zum 1. Juli, die sich in den aktuellen Einnahmen des Gesundheitsfonds erst für ein Quartal ausgewirkt haben. (stp)

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