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22.05.2017 // Hausärztliche Versorgung

KBV fordert extrabudgetäre Vergütung für geriatrische Betreuung

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will das Leistungsspektrum der ambulanten geriatrischen Betreuung in Hausarztpraxen ausbauen und fordert dafür eine extrabudgetäre Vergütung. „Die geriatrische Versorgung gehört zu den Kernaufgaben von Hausärzten und muss gestärkt werden“, so der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Stephan Hofmeister. „Wir werden darüber mit den Krankenkassen sprechen, ebenso über eine adäquate Vergütung“, sagte er und fügte hinzu: „Diese Leistungen müssen extrabudgetär honoriert werden und dürfen nicht an unerreichbare Zusatzqualifikationen geknüpft werden.“ So werde der erhebliche Koordinierungsbedarf bei multimorbiden älteren Patienten nach wie vor nicht angemessen honoriert. Das Medikationsmanagement und die Zusammenarbeit mit nichtärztlichen Fachkräften müssten gefördert werden. Hierzu gehöre auch die Einbeziehung von Angehörigen.

Hofmeister wies darauf hin, dass die geriatrische Diagnostik und Therapie im aktuellen EBM nur unzureichend abgebildet seien, und stellte angesichts aktueller Diskussionen über Zusatzweiterbildungen im Bereich Geriatrie klar, dass die Versorgung geriatrischer Patienten in die Hände der Hausärzte gehöre. Bei der im vergangenen Sommer neu eingeführten spezialisierten geriatrischen Diagnostik sei deshalb der behandelnde Hausarzt erster Ansprechpartner.

Hofmeister sprach sich in diesem Zusammenhang für die arztentlastende Delegation von Leistungen an besonders qualifizierte medizinische Fachangestellte aus. Voraussetzung sei jedoch, dass die Betreuung weiterhin durch den Hausarzt koordiniert werde. Konzepte, die eine medizinische Versorgung durch akademisch ausgebildete Pflegekräfte ohne Anbindung an den behandelnden Arzt vorsehen, lehnt die KBV kategorisch ab. „Dann haben wir ein neues Schnittstellenproblem“, so Hofmeister. (stp)

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