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21.09.2017 // Ambulante Versorgung

KBV fordert Stärkung regionaler Steuerungsinstrumente

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat in einem Positionspapier Lösungsansätze für die Etablierung zukunftsfähiger ambulanter Versorgungsstrukturen unterbreitet. Im Kern will sie die Rahmenbedingungen der Honorierung und Strukturierung stärker regional ausrichten. Hier sei ein Wandel notwendig, da sich die Lebensbedingungen in den Regionen Deutschlands verändern und der demografische Wandel voranschreite.

In ländlichen Regionen gingen die Bevölkerungszahlen zurück, zugleich gebe es dort immer mehr alte und damit auch hilfsbedürftige Menschen. Darauf müsse sich die Versorgung einstellen, zum Beispiel mit dem Ausbau und der Förderung krankenhausergänzender und -ersetzender Strukturen. Ein Krankenhausaufenthalt könne nur die Ultima Ratio sein, so der  KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. Die Politik sei aufgefordert, die Weichen für den notwendigen Strukturwandel zu stellen, um den Ausgabenanstieg im Gesundheitswesen zu mindern, unnötige Krankenhausfälle zu reduzieren und damit die Versorgung effizienter und enger am Bedarf der Versicherten auszurichten.

Konkret sei es dem Papier zufolge zunächst zwingend notwendig, die Versorgungs-, Qualitäts- und Vergütungsstrukturen am künftigen Bedarf auszurichten und nicht wie bisher auf der Basis von Entwicklungen, die vor drei bis vier Jahren stattgefunden haben. Dazu seien Versorgungsziele zu definieren und entsprechende Investitionspläne aufzustellen, wobei es sinnvoll sei, sich an regionalen Vorbildern zu orientieren. Krankenkassen und KVen müssten vorausschauend agieren können.

Um die ambulanten Strukturen vor Ort nachhaltig zu sichern, müssten zudem auch die regionalen Besonderheiten der Kosten- und Versorgungsstrukturen berücksichtigt werden, zum Beispiel bei der Kalkulation des Behandlungsbedarfs. In diesem Zusammenhang fordert die KBV die Politik auch dazu auf, die Gesamtvertragspartner zu verpflichten, kassenartenspezifische Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger ambulanter Strukturen zu vereinbaren.

Des Weiteren spricht sich die KBV für mehrjährige Vereinbarungen zwischen den KVen und den Krankenkassen aus. Sie sollen die strukturelle Weiterentwicklung der Versorgung nachhaltig sichern. (stp)

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