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30.01.2018 // Einheitliche Codierrichtlinien

KBV lehnt die Einführung ambulanter Codierrichtlinen ab

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lehnt ein „Upcoding“ – eine bewusst falsche Darstellung einer Diagnose für die niedergelassenen Ärzte – ab. Hierbei handle es sich um einen Konflikt der Kassen untereinander, der sich nicht durch die Einführung einheitlicher Codierrichtlinien lösen lasse, bekräftigte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. Eine Manipulation von Diagnosen beispielsweise durch bestimmte Vorgaben in den Praxisverwaltungssystemen lasse sich damit nicht verhindern. Das könne nur durch die bundesweite Zertifizierung der entsprechenden Software unterbunden werden. Darüber hinaus dürften Morbi-RSA und ärztliches Codieren nicht miteinander vermischt werden, so Gassen. Hier müsse der Gesetzgeber eine Lösung schaffen.

Die  Kassen erhalten für Versicherte, die an bestimmten kostenintensiven chronischen oder schwerwiegenden Krankheiten leiden, höhere Zuweisungen aus dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich. Der Gesetzgeber hatte dieses Verfahren 2009 mit dem Ziel eingeführt, dass die Krankenkassen, die viele alte und kranke Mitglieder versorgen, nicht gegenüber jenen benachteiligt werden, die überdurchschnittlich viele junge und gesunde Versicherte haben.

 

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