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26.06.2018 // Notfallversorgung

KBV stellt Software für Ersteinschätzungsverfahren vor

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will künftig bei der Erstbewertung von Notfällen die Software „SmED“ (Strukturiertes medizinisches Ersteinschätzungsverfahren für Deutschland) einsetzen. Mithilfe eines Algorithmus´ soll auf diese Weise strukturiert und bundeseinheitlich beurteilt werden, welche Notfallpatienten akut im Krankenhaus behandelt werden müssen und in welchen Fällen die Behandlung im ambulanten Bereich oder zu Hause erfolgen kann. Damit reagiert die KBV auf die seit Jahren ansteigende Zahl der Patienten, die zur Behandlung die Notaufnahmen von Krankenhäusern aufsuchen, obwohl sie besser in den Praxen oder Bereitschaftspraxen niedergelassener Ärzte versorgt werden könnten.

„SmED basiert auf einem bereits etablierten evidenz basierten System, mit dem Patientenbeschwerden hinsichtlich ihrer Dringlichkeit und der richtigen Versorgungsebene zur weiteren Abklärung ihres Anliegens eingeschätzt werden können“, erklärte der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dominik von Stillfried. „Die Patienten erhalten eine gezielte Empfehlung, etwa: sofort ins Krankenhaus, Termin beim niedergelassenen Arzt reicht aus oder Hausmittel verschaffen Linderung.“ Neben der Einordnung der Beschwerden bietet SmED auch eine Dokumentation für die anschließende Behandlung.

Geplant ist, die Software ab dem kommenden Jahr in elf Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zu testen. In neun KVen werde es eine telefonische Vermittlungszentrale gebe. Zudem werde es an 25 verschiedenen Standorten in Bereitschaftspraxen an Krankenhäusern eingesetzt. Dabei soll sie sowohl zum Einsatz kommen, wenn Patienten die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, 116117, anrufen als auch am Tresen einer vertragsärztlichen Notfallpraxis, erklärt Stillfried. 

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