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24.07.2017 // Versorgungsstrukturen

KBV: Unrentable Kliniken in ambulante Facharztzentren umwandeln

Kleinere unrentable Kliniken sollten für die Patientenversorgung erhalten bleiben und in fachärztliche Versorgungszentren umgewandelt werden. Diese könnten die Lücke zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor schließen. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vorgeschlagen. Ziel ist es, die Versorgung auch weiterhin flächendeckend gewährleisten zu können. Die Immobilien solcher umgewandelten Krankenhäuser könnten demnach in der bisherigen Trägerschaft bleiben, auch einige der bisher dort tätigen Mitarbeiter müssten nicht wechseln. Gesetzlich müsse es bestimmte Rahmenbedingungen geben, die konkrete Ausgestaltung jedoch den Beteiligten vor Ort obliegen.

Kleinere Häuser, die zum Beispiel nur noch eine internistische und eine chirurgische Abteilung hätten, würden meistens nicht mehr stark frequentiert, erläuterte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen die Überlegungen. Diese Standorte könnten als ambulante Facharztzentren auch kleinere bettenführende Abteilungen haben. Laut Stephan Hofmeister, dem stellvertretenden KBV-Vorstandsvorsitzenden, gäbe es somit in den betreffenden Regionen weiterhin einige Betten für intermediäre Fälle, die keine schwerwiegende Krankenhausversorgung benötigten, aber doch zeitweise ärztlich überwacht werden müssten. Profitieren sollen davon unter anderem multimorbide Patienten, die nach einem ambulanten Eingriff noch ein oder zwei Nächte betreut werden müssen.

Die Versprechen einzelner Politiker, dass es in jedem Dorf einen Landarzt geben werde, nannten die KBV-Vorstände unseriös. Vielmehr müsse die Politik ein Zeichen setzen und entsprechende Mindeststandards formulieren. „Wir garantieren, dass alle Patienten versorgt werden, aber nicht in jedem Dorf einen Arzt“, so Hofmeister. (stp)

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