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16.02.2017 // Arztinformationssystem

KBV warnt vor "kassengesteuerter Versorgungskontrolle"

Die geplante Integration von Ergebnissen der frühen Nutzenbewertung in elektronische Arztinformationssysteme darf weder Therapiefreiheit der Ärzte einschränken noch die Regressgefahr erhöhen. Darauf hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in einem Brief an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Bundestags hingewiesen. Konkret warnt er in dem Schreiben vor "faktischen Verordnungsausschlüssen" und "kassengesteuerter Verordnungskontrolle".

Hintergrund ist das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, das Mitte März vom Bundestag verabschiedet werden soll. Der Entwurf sieht vor, dass Ärzte für die Verordnung von Arzneimitteln künftig nur solche elektronischen Programme nutzen dürften, die auch Informationen zur frühen Nutzenbewertung enthalten. Zudem erhielte das Bundesgesundheitsministerium das Recht, dazu per Rechtsverordnung „Vorgaben zu Hinweisen zur Wirtschaftlichkeit der Verordnung von Arzneimitteln im Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten“ zu machen. Dies könne für die Ärzte eine verschärfte Regressbedrohung bedeuten, die die ärztliche Verordnungsentscheidung beeinflussen und zu Verordnungsausschlüssen führen könnte, argumentiert die KBV. (stp)

Positionspapier der KBV

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