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07.02.2017 // Arzneimittelinformationssystem

KBV will eigene Praxissoftware entwickeln

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will selbst Praxisverwaltungssysteme entwickeln dürfen, um Vertragsärzten mögliche Zusatzkosten für die Anpassung der Praxissoftware an neue gesetzliche Vorgaben zu ersparen. Hintergrund ist das geplante Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, das die Einführung eines Arztinformationssystems  vorsieht. Damit soll der Arzt arzneimittel- und wirkstoffbezogen über die Ergebnisse der Nutzenbewertung und somit über einen möglichen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie informiert werden. Die Anpassung der Software auf die neuen Anforderungen – so die Befürchtung der KBV – könnten zu „nicht nachvollziehbaren Kostenforderungen der Softwareanbieter“ führen, heißt es in einem Brief des KBV-Vorstandsvorsitzenden Andreas Gassen an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Gassen schlägt daher vor, die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Ein weiteres Ziel der KBV ist demnach auch eine Stärkung des Wettbewerbs zwischen den Softwarehäusern. Dieser sei derzeit durch fehlende Schnittstellen „massiv eingeschränkt“. Ein Wechsel der Arzneimitteldatenbank sei aktuell nur durch einen „teuren und sehr aufwändigen Wechsel der gesamten Praxissoftware“ möglich, was zudem mit einem erheblichen Datenverlust verbunden sei. (stp)

Pressemitteilung des Hartmannbund-Landesverbandes Sachsen

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