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06.09.2017 // Notfallversorgung

Konzept empfiehlt Ausbau des Bereitschaftsdienstes und gemeinsame Anlaufstellen

Ob ein Notfall vorliegt oder nicht und welche Anlaufstelle die richtige ist – diese Frage sollten Patienten künftig über sogenannte Erstkontaktstellen klären können. Das geht aus einem Konzept des AQUA-Instituts im Auftrag des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung hervor. Dazu soll zum einen die bundesweite Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) bekannter gemacht und die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der Bereitschaftsdienst auch rund um die Uhr angeboten werden kann, damit er zu jeder Zeit für Patienten erreichbar ist. Zum anderen empfiehlt das Konzept sogenannte gemeinsame Tresen: Anlaufstellen für alle Patienten, die eine Notaufnahme oder eine Notdienstpraxis aufsuchen möchten. Hier sollen qualifizierte Pflegekräfte anhand eines standarisierten Verfahrens eine Ersteinschätzung vornehmen, sprich entscheiden, ob die Patienten im Krankenhaus verbleiben oder in die ambulante Versorgung weitergeleitet werden.

Mit diesen Maßnahmen soll die Überbeanspruchung der Notfallambulanzen durch Patienten mit weniger schwerwiegendem Beratungs- und Behandlungsbedarf besser geregelt werden. Der Rettungsdienst (112) sollte zwar nur für lebensbedrohliche und besonders schwere Erkrankungen und Unfälle zuständig sein, jedoch führe die Tatsache, dass vermehrt auch Patienten mit weniger dringlichem Behandlungsbedarf den Notruf wählen, dazu, dass perspektivisch ein Koordinationsbedarf mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst entstehe, heißt es in dem Konzept. (stp)

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