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08.06.2017 // e-Health

KV Thüringen startet drei Telemedizinprojekte

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen will die telemedizinische Versorgung ausbauen und damit die Ärztinnen und Ärzte unterstützen. Das hat die erste Vorsitzende des Vorstands, Annette Rommel, bei den Medizinischen Fortbildungstagen in Erfurt angekündigt. Konkret sind drei Projekte geplant: ein telemedizinisches Diagnose- und Kommunikationstool, ein sogenanntes ZNS-Konsil und ein Datenübermittlungssystem für Rettungseinsätze.  „Uns kommt es auf Anwendungen an, die den Patienten nutzen und die Arbeit der Ärzte erleichtern“, sagte Rommel. Die KV arbeite daher bei der Telemedizin eng mit den jeweiligen ärztlichen Fachverbänden zusammen und suche Partner bei den Kassen.

  • Mit dem Projekt „TeleArzt/Tele-Verah“ sollen nichtärztliche Praxisassistentinnen die Möglichkeit erhalten, bei Hausbesuchen Diagnosedaten digital in die Arztpraxis zu übertragen. Auch Sprach- und Videotelefonie soll das Modell, das von der TeleArzt GmbH entwickelt wurde und bereits in vier Bundesländern eingesetzt wird, ermöglichen. Die KV Thüringen will hier als Projektpartner einsteigen, um allen hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten im Freistaat die Nutzung zu ermöglichen.

  • Über das ZNS-Konsil sollen Ärzte der Grundversorgung spezialisierte Fachärzte zur Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen konsultieren können.

  • Das dritte Projekt widmet sich der Datenübermittlung bei Rettungseinsätzen. Notärzte erhalten dazu bei ihren Einsätzen künftig ein Tablet, über das sie alle rettungstechnischen und notfallmedizinischen Daten der Patienten erfassen und noch während der Fahrt an die Informationsplattform des aufnehmenden Krankenhauses übertragen können. Dies soll sich so besser auf den Patienten vorbereiten können.

Telemedizin, betonte Rommel, dürfe jedoch kein Selbstzweck und auch kein Ersatz für die wohnortnahe Versorgung der Patienten. „Die Technik muss im Dienste der Patienten und Ärzte stehen, nicht umgekehrt.“ Die Patienten müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Daten nur von befugten Personen auf sicheren Datenwegen übertragen werden. „Technische Spielereien, wie sie viele Hersteller anbieten, helfen bestimmt vielen Menschen dabei, auf ihre Gesundheit zu achten, taugen aber nur selten für die Anwendung in der Arztpraxis“, so die KV-Vorsitzende. (stp)

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