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16.12.2016 // GBA beschließt zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie

KZBV: „Mehr Rechtssicherheit für Zahnärzte und Patienten“

Vertragszahnärzte können Heilmittel künftig im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach einer eigenen Richtlinie verordnen. Dazu hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) erstmalig eine Heilmittel-Richtlinie für Zahnärzte beschlossen. Demnach müssen Patienten Verordnungen für den zahnärztlichen Bereich nicht mehr wie bisher bei anderen Ärzten einholen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) lobt die Richtlinie als „praxisnah“, da sie eine rechtssichere Verordnung von Heilmitteln durch Vertragszahnärzte ermögliche und das bisherige Versorgungsgeschehen weitgehend abbilde. Die neue Richtlinie soll nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit voraussichtlich zum 1. Juli 2017 in Kraft treten.

„Der Heilmittelkatalog ist jetzt fachlich auf die spezifischen Erfordernisse der zahnärztlichen Versorgung zugeschnitten“, erläuterte Günther E. Buchholz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KZBV. Davon profitierten vor allem die Patienten, da Verordnungen bei Störungen im Zahn-, Mund- und Kiefergesichtsbereich sowie bei Sprech- und Sprachstörungen künftig direkt durch Zahnärzte veranlasst werden könnten. „Darüber hinaus erleichtern konkrete Zuordnungen von Indikationen zu einzelnen Heilmitteln Entscheidungen der Behandler, welche Heilmittel in welchem Umfang verordnungsfähig sind“, so Buchholz und nannte als Beispiel Krankengymnastik für Versicherte mit Störungen des zentralen Nervensystems und Auswirkungen auf den Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich. (stp)

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