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16.11.2016 // Thüringen

Landesregierung legt Mindestpersonalschlüssel für Ärzte fest

Krankenhäuser in Thüringen müssen ab Januar 2017 ihre Fachabteilungen mit mindestens 5,5 Arztstellen ausstatten. Davon sind mindestens drei Stellen mit entsprechend qualifizierten Fachärzten vorzuhalten, die übrigen 2,5 Stellen können auch mit Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung besetzt werden. Die Neuregelung ist ein wesentlicher Bestandteil der vom Thüringer Kabinett verabschiedeten Rechtsverordnung zur Qualitätssicherung in Krankenhäusern. Die darin festgelegten Anforderungen sollen dazu dienen, die Qualität der stationären Versorgung im Freistaat abzusichern, wie es in einer Mitteilung der Landesregierung heißt. So regelt die Verordnung darüber hinaus Strukturanforderungen für einzelne Versorgungsgebiete im Rahmen der Krankenhausplanung, etwa für Geriatrieabteilungen.

„Mit der Arzt- und der Facharztquote stellen wir den Anspruch der Patientinnen und Patienten auf eine qualitativ gute Behandlung thüringenweit sicher“, sagte die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner, denn für die notwendigen Behandlungen seien somit genügend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte auch tatsächlich vor Ort. Die Quoten böten den Krankenhäusern zugleich die Möglichkeit, Kooperationen zu intensivieren und betriebswirtschaftlich ineffiziente Doppelstrukturen abzubauen. Benachbarte Kliniken könnten beispielsweise die Zuständigkeiten für bisher mehrfach vorhandene, jedoch nicht ausgelastete Abteilungen untereinander verteilen. Somit blieben auch die jeweiligen Versorgungsangebote in einer Region erhalten. (stp)

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