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10.05.2017 // Patientenbeauftragter der Bundesregierung

Laumann fordert MDK-Reform und neutrale IGeL-Informationen

Der Staatssekretär und Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, hat für den Fall einer weiteren Amtszeit angekündigt, dem GKV-Spitzenverband die Richtlinienkompetenz über den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) entziehen und die Verwaltungsräte von Kassen und Medizinischen Diensten entflechten zu wollen. Patienten müssten darauf vertrauen können, dass der MDK unabhängig und neutral aufgestellt sei, sagte er Medienberichten zufolge bei einer Pressekonferenz zur Bilanz seiner Arbeit in Berlin. Patienten empfänden die Gutachter des MDK als verlängerten Arm der Kranken- und Pflegekassen. Die Dienste sollten daher organisatorisch von den Kassen gelöst werden.

Des Weiteren verwies Laumann darauf, dass sich Patienten über individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) unzureichend aufgeklärt fühlten. Er forderte daher neutrale schriftliche Informationen über Nutzen und Risiken der IGeL-Angebote, die in den Arztpraxen ausliegen sollten. Erarbeiten sollte die Informationen das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – der Gemeinsame Bundesausschuss sollte sie beschließen.

Darüber hinaus sprach sich Laumann für die Einrichtung von Pflegekammern aus. Die Pflegeberufe bräuchten eine eigene Vertretung in der Selbstverwaltung. (stp)

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