pageUp
  

Aktuelle Meldungen

24.02.2017 // Bürgerversicherung

Lauterbach: Insgesamt nicht weniger Mittel für die ambulante Versorgung

Eine einheitliche Honorarordnung im Rahmen der Bürgerversicherung würde insgesamt nicht zu weniger Mitteln für die ambulante Versorgung führen. Das versichert der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Karl Lauterbach in einem Artikel für die Münchner Medizinische Wochenschrift. Die Honorare träfen sich „in der Mitte“. Während die Vergütung für die Behandlungen gesetzlich Versicherter stiegen, würde sie bei den privat Versicherten „auf das gleiche Niveau sinken“. Dem System werde somit unterm Strich kein Geld entzogen, so Lauterbach.

Die Sorge vor Umsatzeinbußen unter den niedergelassenen Ärzten nennt er „verständlich“. Ziel der SPD sei jedoch die Überwindung der Zwei-Klassen-Medizin, deren Hauptursache in der unterschiedlichen Vergütungssystematik liege. „Es geht uns bei der Bürgerversicherung um nichts weniger als um Gerechtigkeit.“ Sparen sei dabei nicht das Ziel. „Eine Schwächung der ambulanten Versorgung liefe der Idee, mehr Gerechtigkeit zu schaffen, zuwider.“ Eine einheitliche Honorarordnung schaffe gegenüber der Ärzteschaft eine Neutralität hinsichtlich des Versichertenstatus. Die Honorare würden nicht mehr von der Krankenversicherung des Patienten abhängig sein, sondern vom Behandlungsbedarf. „Sinnvoll erscheint eine Kombination aus Pauschalen und Einzelleistungen sowie Qualitätszuschlägen“, erklärt Lauterbach und fügt hinzu: „Aus Gründen der Transparenz könnten auch Kostenerstattungselemente enthalten sein.“

Reformieren will der SPD-Politiker im Zuge dessen auch die Honorarverteilung innerhalb der Ärzteschaft. Sie solle gerechter werden, „unsinnige und für eine flächendeckende Versorgung schädliche Anreize“ sollen entfallen. Bei der Vergütung müsse es daher auch eine Rolle spielen, wo sich die Praxis befindet und welchen Versorgungsauftrag sie hat. „Praxen in unterversorgten Gebieten oder mit vielen, eher schwierigen Patienten sollen einen Honorarzuschlag erhalten.“

Die Bürgerversicherung sei ein wichtiges Ziel der SPD, betont Lauterbach. Die Bürgerversicherung würde nach ihrer Einführung für alle neu Versicherten die einzige Option sein. Altverträge genössen Bestandsschutz, jedoch verbunden mit einer zeitlich befristeten Wechseloption. Die Altersrückstellungen könnten im Rahmen des verfassungsmäßig zulässigen Umfangs mitgenommen werden. Anbieter der Bürgerversicherung könnten sowohl private als auch gesetzliche Krankenkassen sein. (stp)

News
14.12.2018 // ePa

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sieht sich für eine zügige Umsetzung für die...

mehr
14.12.2018 // TSVG

Die Blankoverordnung für Gesundheitsberufe wie etwa Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten soll an...

mehr
13.12.2018 // Telematikinfrastruktur

Der VSDM-Konnektor der secunet Security Networks AG hat die Zulassung der gematik – Gesellschaft für...

mehr
Kontakt

Hartmannbund

Kurfürstenstraße 132

10785 Berlin

Telefon: 030 206208-0

Telefax: 030 206208-49

E-Mail: hb-info@hartmannbund.de

Pressestelle