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27.09.2016 // „Hart, aber fair“

Lauterbach: Terminservicestellen sind ein Flop

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Terminservicestellen als Flop bezeichnet. Die Terminservicestellen haben die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aufgrund einer Regelung im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das im Juli 2015 in Kraft trat, einführen müssen. Derzufolge sollte jeder gesetzlich Versicherte innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt erhalten. Die Ärzteschaft – darunter der Hartmannbund – hatten davor mehrfach gewarnt. „Das Gesetz habe ich mit angeschoben – und es ist ein Flop“, sagte Lauterbach nun in der ARD-Sendung "Hart, aber fair".

Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, erläurtert, dass bislang lediglich 63.000 Termine von den Kassenärztlichen Vereinigungen vermittelt worden seien – dem stünde eine Million freier Termine gegenüber. Kein einziger Patient sei bislang an ein Krankenhaus verwiesen worden, so Gassen.

Als Ursachen für das Scheitern machte Lauterbach die Existenz zweier unterschiedlicher Versicherungssysteme aus – und den Umstand, dass die KVen die Terminservicestellen umsetzen mussten, obwohl sie von Beginn an dagegen gewesen seien. Zielführender sei laut Lauterbach vielmehr eine Gebührenordnung für Ärzte, die sowohl die Behandlung der gesetzlich Versicherten umfasse, als auch der privat Versicherten. (stp)

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