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13.02.2017 // Beschlussentwurf zu Videosprechstunden

Lipp: Kein Arzt wird da mitmachen

Der Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes, Dr. Thomas Lipp, hat einen Beschlussentwurf des Bewertungsausschusses zur Vergütung von Videosprechstunden kritisiert. Demzufolge sollen ab 1. Juli zwar erstmalig Videosprechstunden im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung vergütet werden, jedoch gedeckelt auf maximal 17,5 Mal im Quartal oder sechs im Monat – je Praxis. Für weitere Videosprechstunden würde keine Vergütung gewährt. „Sechs Mal Telemedizin im Monat – damit hat man den Gesetzgeber im Prinzip betrogen“, sagte Lipp der Leipziger Volkszeitung. Manche Ärzte, die Pflegeheime betreuen, brauchten die 17,5 Mal allein in einer Woche, so Lipp. Auch sei eine Refinanzierung der notwendigen Technik für umfangreiche allumfassende Telemedizineinheiten damit nicht möglich. Bereits jetzt sei es schwer, technische Geräte in Praxen zu refinanzieren. „Kein Arzt wird da mitmachen. Das ist völliger Irrsinn“, lautet Lipps Resümee. (stp)

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