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Aktuelle Meldungen

27.10.2014 // HB-Hauptversammlung 2014

Diskussion zu Chancen von Frauen im Arztberuf und Kritik am GKV-VSG

Mit dem Motto seiner diesjährigen Hauptversammlung (HV) „Faire Chancen im Arztberuf, worauf Frauen (noch) vergeblich warten“ hat der Hartmannbund eines der zentralen Verbandsthemen des Jahres 2014 aufgegriffen. Dass dies – neben der kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Gesundheitspolitik (s.u.) – den Nerv vieler Kolleginnen und Kollegen getroffen hat, zeigten nicht nur die positiven Reaktionen der HV-Delegierten, der anwesenden studentischen Mitglieder und der zahlreichen Gäste aus Politik und Verbänden im Rahmen der Podiumsdiskussion. Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe, Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery und KBV-Chef Dr. Andreas Gassen unterstrichen in ihren Beiträgen die Bedeutung dieses Themas für die künftige Versorgung und würdigten das Engagement des Hartmannbundes.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand vor allem die Frage, was getan werden muss, um Ärztinnen wie Ärzte gleichermaßen dabei zu unterstützen, Familie und Beruf erfolgreich „unter einen Hut zu bringen“. Dies sei nicht immer so einfach, berichtete Annika Schnurbus-Duhs. Dass leitende Ärzte nicht immer offen und freundlich reagieren, wenn ihnen eine Schwangerschaft mitgeteilt wird, musste die junge Assistenzärztin persönlich erfahren.

Vor allem in der Organisation und auf Führungsebene müsse sich noch eine Menge ändern, um Familie und ärztliche Tätigkeit gut vereinbaren zu können. Darin waren sich die beiden Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Martina Müller-Schilling, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin Regensburg, und Prof. Dr. Arnold Ganser, Direktor der Klinik für Hämatologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, einig. Sie selbst engagieren sich seit Jahren an ihren Kliniken dafür, dass Ärztinnen trotz Familienarbeit keinen Boden gegenüber ihren männlichen Kollegen verlieren. Dies geschieht unter anderem durch Mentoring- und Forschungsprogramme, aber auch durch den Einsatz verschiedener Arbeitszeitmodelle. In einem Leitantrag formulierte die Hauptversammlung die Kernforderungen des Verbandes zum Thema.

An den aktuellen Gesetzgebungsvorhaben zur Gesundheitspolitik übten die HV-Delegierten scharfe Kritik. Vor allem das Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) zeigte sich in mehreren Punkten nicht akzeptabel. Nicht nur Detailregelungen stießn auf Unverständnis. Grundsätzlich verurteilten die Delegierten die „fortgesetzte Politik staatlicher Eingriffe in die freiheitliche Ausübung des Arztberufes“ und das „politische Hineinregieren in den Bereich der ärztlichen Selbstverwaltung“. „Die Bundesregierung wird aufgefordert, Freiheit und Individualität als Grundätze der ärztlichen Berufsausübung anzuerkennen und zu wahren“, heißt es in einem einstimmig angenommenen Beschluss.

>>> Übersicht der HV-Beschlüsse

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