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29.06.2015 // Krankenhaus Rating Report

Mehr Kliniken insolvenzgefährdet

Das Insolvenzrisiko für Krankenhäuser ist im Jahr 2013 weiter gestiegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Klinik ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, erhöhte sich auf 16 Prozent. Zugleich hat sich jedoch ihre Ertragslage verbessert. Das geht aus dem Krankenhaus Rating Report 2015 hervor, den das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam mit der Institute for Healthcare Business GmbH, der Stiftung Münch und der Philips GmbH erstellt hat. Für die Studie sind 600 Jahresabschlüsse von Krankenhäusern aus dem Jahr 2012 und 143 aus dem Jahr 2013 ausgewertet worden.

Größtes Problem der Kliniken sei nach wie vor ihre Kapitalausstattung. Der kumulierte Investitionsstau betrage mindestens zwölf Milliarden Euro, so die Studienautoren. 30 Prozent der Kliniken schreiben den Daten zufolge Verluste. Betroffen sind vor allem kommunale Träger in Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Niedersachsen. Den Kliniken in den alten Bundesländern stünden die strukturellen Anpassungen, die die ostdeutschen Bundesländer in den 90er Jahren durchgeführt haben, noch bevor. Es habe sich gezeigt, dass je reicher eine Kommune ist, das Krankenhaus oft desto unwirtschaftlicher ist, da reiche Kommunen eher in der Lage sind, ein unwirtschaftliches Krankenhaus zu subventionieren, um es nicht schließen oder umstrukturieren zu müssen. (stp)

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