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28.03.2017 // Hartmannbund-Umfrage

Mehrheit möchte Doktortitel erwerben, aber nicht in die Forschung

© sonyaillustration/123rf.com

Die große Mehrheit der Medizinstudierenden möchte einen Doktortitel erwerben. Dies hat eine Umfrage des Hartmannbundes zur medizinischen Promotion unter seinen Medizinstudierenden ergeben. Wissenschaftlich arbeiten wollen dagegen nur die wenigsten. Gerade einmal 20 Prozent der 2.291 studentischen Teilnehmer der Umfrage „Dr. med. – Heilen ohne Hut?“ können sich vorstellen, später in der Forschung zu arbeiten. Der Großteil der Befragten favorisiert eine Tätigkeit in der Patientenversorgung.

Schlechte Noten vergeben die Studierenden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Ausbildung und Vorbereitung auf die Promotion. So bewerten mehr als zwei Drittel ihre Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, nur mit den Noten drei bis fünf, und 70 Prozent die wissenschaftliche Ausbildung an ihren Fakultäten in ihrer Gesamtheit nur mit befriedigend bis mangelhaft. Wenig optimistisch stimmt auch die Selbsteinschätzung der Studierenden hinsichtlich ihrer Begeisterung für die Wissenschaft: Nur zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen diese als „sehr hoch“ ein, weitere 27 Prozent immerhin noch als „hoch“.

Auch spannend: Nur 44 Prozent der Studierenden sehen in der Erlangung der medizinischen Promotion einen Nutzen für ihre spätere ärztliche Tätigkeit ‒ an „keinen Nutzen“ glauben 36 Prozent. Von den 1.027 Assistenzärzten, die im Rahmen der Hartmannbund-Umfrage zum Thema „Ärztliche Arbeitswelten. Heute. Und Morgen.“ ebenfalls Fragen zur medizinischen Promotion beantwortet haben, geben sogar ca. 60 Prozent an, dass der „Dr. med.“ keinen Nutzen für ihre ärztliche Tätigkeit bringt. Zwar haben immerhin 322 der Assistenzärzte ihren Doktortitel bereits in der Tasche, aber 468 Assistenzärzte arbeiten noch immer an ihrer Dissertation ‒ die Mehrheit dieser Gruppe hat aber bereits während des Studiums mit der Dissertation begonnen und fühlte sich nicht gut auf die Promotion vorbereitet; 92 Prozent vergeben an ihre Universitäten nur die Noten drei bis fünf für die Vorbereitung.

An den beiden Umfragen zur medizinischen Promotion haben teilgenommen:

  • 2.291 Medizinstudierende: 85 Prozent möchten promovieren, 52 Prozent arbeiten zur Zeit an ihrer Dissertation, fünf Prozent haben ihre Dissertation bereits geschrieben
  • 1.027 Assistenzärzte: 31 Prozent haben bereits ihren Doktortitel, 46 Prozent arbeiten aktuell an ihrer Dissertation

Die Umfragen wurden von Dezember 2016 bis März 2017 durchgeführt. Ziel war es unter anderem herauszufinden, wie der ärztliche Nachwuchs zum „Dr. med.“ steht und wie es um die medizinische Ausbildung und die Vorbereitung auf die Promotion bestellt ist. (arn)

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