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22.09.2016 // MLP-Gesundheitsreport

Mit dem System zufrieden – mit der Politik weniger

Patienten und Ärzte bewerten das deutsche Gesundheitswesen insgesamt positiv. 93 Prozent der Ärzte und 82 Prozent der Bevölkerung stellen ihm ein gutes Zeugnis aus. Das geht aus dem "Gesundheitsreport 2016" des Finanzdienstleisters MLP hervor. Vor zwei Jahren waren es noch 90 Prozent der Ärzte und 79 Prozent der Bevölkerung. Signifikant gestiegen sind bei den Bürgern auch die Zufriedenheitswerte für die Gesundheitspolitik. Mit 40 Prozent gegenüber 26 Prozent im Jahre 2012 bewegen sie sich aber weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Unter den Ärzten sinkt die Ablehnung der Gesundheitspolitik den Zahlen zufolge ebenfalls: Waren es 2012 noch 71 Prozent, sind es im aktuellen Bericht noch 62 Prozent. 66 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass das Gesundheitssystem umfassend reformiert werden muss – in der Bevölkerung sind es nur 41 Prozent. Zugleich rechnen 88 Prozent der Ärzte damit, dass gesundheitspolitische Themen im kommenden Wahlkampf keine besondere Rolle spielen, weil sie von anderen überlagert werden.

Was die Entwicklung angeht, sehen Ärzte pessimistischer in die Zukunft. 62 Prozent erwarten eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung, für den ländlichen Raum sehen das sogar 91 Prozent voraus. Für 84 Prozent werde auch die Verordnung aller medizinisch notwendigen Leistungen problematisch. Fast die Hälfte der befragten Ärzte gab an, aus Kostengründen schon auf Therapiemaßnahmen verzichtet zu haben. Vor zwei Jahren waren es noch 27 Prozent. Das korrspondiert mit der Wahrnehmung der Bürger: 40 Prozent von ihnen hatten das Gefühl, dass ihnen Behandlungen oder Medikamente aus Kostengründen vorenthalten wurden.

Einigkeit herrscht beim Thema Zwei-Klassen-Medizin. Mit ihr rechnen sowohl 70 Prozent der Ärzte als auch 67 Prozent der Bürger. Die Sorgen der Bevölkerung konzentrieren sich auf steigende Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung – das erwarten 81 Prozent – und die Furcht, dass die Kosten der medizinischen Versorgung in noch stärkerem Maße selbst zu tragen sind (72 Prozent). (stp)

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