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Aktuelle Meldungen

18.10.2016 // Bundesschiedsamt

Neue Rahmenvorgaben für Entlassmanagement

Ab Sommer 2017 müssen Krankenhäuser bei der Entlassung von Patienten nach klar geregelten Verantwortlichkeiten und verbindlichen Standards vorgehen. Das sieht eine aktuelle Entscheidung des Bundesschiedsamtes vor. Das Gremium musste über die bundesweiten Rahmenvorgaben für das sogenannte Entlassmanagement entscheiden, nachdem sich Vertreter von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen am Verhandlungstisch nicht einigen konnten.

Der gesetzliche Anspruch für Patienten auf ein strukturiertes Entlassmanagement besteht seit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes, jedoch hat ihn bislang nur ein Teil der Krankenhäuser auch praktisch umgesetzt. Mit der Entscheidung des Bundesschiedsamtes soll die Anschlussversorgung für Patienten, die aus der voll- oder teilstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen werden, nun verlässlicher sichergestellt werden. Die im Entlassplan festgestellten erforderlichen Maßnahmen sind demnach frühestmöglich einzuleiten. Verbindlich sind dann ein Entlassbrief und ein Medikationsplan. Außerdem soll der Krankenhausarzt bei Bedarf für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen Arzneimittel, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie verordnen sowie eine Arbeitsunfähigkeit feststellen können. Patienten sollen die Regelungen zum Entlassmanagement künftig auf den Internetseiten der Kliniken nachlesen können. (stp)

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