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27.06.2019 // Bundestag vertragt Entscheidung

Organspende weiter Thema

In der ersten Lesung zur Neuregelung der Organspende standen zwei Vorschläge zur Debatte, die von Politikern verschiedener Parteien getragen werden.

Der Entwurf einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert für die doppelte Widerspruchslösung. Danach wird jeder Volljährige zum Organspender, der zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Das bisherige Prinzip, wonach nur der Organspender ist,
der oder dessen Angehörige ausdrücklich zustimmen, würde umgekehrt. Wer nicht in der Lage ist, die Tragweite einer Organ- oder Gewebespende zu erkennen, soll von der Organentnahme grundsätzlich ausgenommen sein. Eine Gruppe um die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock (Grüne) und Katja Kipping (Linke) will dagegen am Prinzip festhalten, die Entscheidung zur Organ- und Gewebespende möglichst einfach zu dokumentieren und jederzeit zu ändern und zu widerrufen.

Einigkeit besteht nur beim Ziel, die Zahl der Spenden zu erhöhen. Im Herbst will der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine Neuregelung abstimmen.

Gesundheitsminister Jens Spahn schlägt zudem vor, wenn das Thema Organspende künftig auch im Schulunterricht behandelt werden würde. Neben Schülern sollten auch Migranten und Senioren gezielt angesprochen werden.

Darüber hinaus wollen die Partner des „Gemeinschaftlichen Initiativplans Organspende“ mit insgesamt zwölf Empfehlungen die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Das Bündnis aus 16 Organisationen – unter ihnen die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie GKV und PKV – hat am Dienstag seine Vorschläge veröffentlicht. Die Federführung lag bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Die Empfehlungen überschneiden sich teilweise mit Neuregelungen im Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO), das Anfang April in Kraft getreten ist. Gefordert wird unter anderem, die Qualifizierung von Transplantationsbeauftragten durch regelmäßige und länderübergreifende Fort- und Weiterbildungsangebote zu unterstützen.

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