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20.01.2016 // Internethandel mit gefälschten Medikamenten

Projekt zur Bekämpfung der Arzneimittelkriminalität bittet Ärzte um Mitarbeit

Ein Projekt, das effektive Instrumente zur Bekämpfung des kriminellen Handels mit gefälschten Medikamenten im Internet erarbeitet, bittet die Ärzteschaft um aktive Mithilfe. Gefragt sind konkrete Erfahrungen mit diesem Phänomen aus der praktischen Arbeit, um gezielter gegen Fälschungen vorgehen zu können. Das Projekt „Auswirkungen der Liberalisierung des Internethandels in Europa auf den Phänomenbereich der Arzneimittelkriminalität“ (ALPhA) ist ein breit angelegtes Verbundprojekt der Universität Osnabrück, der Hochschule der Sächsischen Polizei, des Fraunhofer Instituts, der Bundesvereinigung Deutscher Versandapotheken und von Pharmaproduzenten.

Allein im ersten Halbjahr 2013 stellte der deutsche Zoll 1,4 Millionen gefälschte Präparate sicher. Im Jahr zuvor waren es noch lediglich 321.000 Plagiate. Im September 2015 gelang dem Zollfahndungsamt Essen der bislang größte Schlag gegen die Arzneimittelkriminalität: Es stellte in nur einer Nacht 3,5 Millionen gefälschte Medikamente sicher, der Vertrieb lief über das Internet. Derartige Fälschungen seien eine lukrative Einnahmequelle für die Herstellerorganisationen und zugleich eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung für die Bevölkerung, so der Projektleiter Karlhans Liebl. Das ALPhA-Projekt hat daher eine Umfrage gestartet, an der Ärztinnen und Ärzte noch bis Ende März teilnehmen können. Die Daten werden anonym erhoben und ausgewertet. (stp)

>>> Zur Umfrage

Pressesprecher

Michael Rauscher

Tel.: 030 206208-11

Fax: 030 206208-711

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