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23.06.2017 // Bundestag

Reform der Pflegeausbildung beschlossen

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Koalitionsfraktion das Pflegeberufegesetz verabschiedet. Die Reform sieht eine Neustrukturierung der Pflegeausbildung vor. Künftig sollen alle Auszubildenden in allen Pflegeschulen eine zweijährige generalistische Ausbildung erhalten. Danach können sie entweder die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann fortsetzen oder eine Spezialisierung zum Alten- oder Kinderkrankenpfleger anschließen. Bislang waren die Pflegeausbildungen im Altenpflegegesetz und Krankenpflegegesetz getrennt geregelt.

Ziel der Reform ist es, die Pflegeberufe zu modernisieren und den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. So soll durch die Schulgeldfreiheit und eine angemessene Ausbildungsvergütung auch die Attraktivität der Ausbildung erhöht werden. Die alternde Gesellschaft brauche in Zukunft mehr Pflegekräfte, die zudem besser auf die veränderten Anforderungen in der Praxis vorbereitet werden müssten, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrats und soll stufenweise in Kraft treten, einige Regelungen bereits am Tag nach der Verkündung. Damit soll sichergestellt werden, dass rechtzeitig vor Beginn der neuen Ausbildung die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vorliegt. Die Auswirkungen der Neuregelungen auf die Verteilung der Abschlüsse sollen nach sechs Jahren evaluiert werden. (stp)

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