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27.02.2019 // Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf

Reform der Psychotherapeutenausbildung

Das Bundeskabinett hat den Gesetzesentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung zugestimmt. Künftig soll die Approbation als Psychotherapeutin oder als Psychotherapeut nach einem fünfjährigen Universitätsstudium erteilt werden. Für den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung ist eine anschließende Weiterbildung notwendig.

Das Gesetz tritt am 1. September 2020 in Kraft und der neue Studiengang soll zum Wintersemester 2020 erstmals angeboten werden. 

Die wesentlichen Regelungen des Gesetzentwurfs:

  • Psychotherapie soll ein eigenständiges universitäres Studienfach werden
  • Das Studium gliedert sich in ein 3-jähriges Bachelor- und ein 2-jähriges Masterstudium.
  • Das Studium wird mit einer staatlichen psychotherapeutischen Prüfung abgeschlossen.
  • Bei bestandener Prüfung wird die Approbation (Erlaubnis zur Behandlung) erteilt.
  • Die neue Berufsbezeichnung lautet Psychotherapeutin und Psychotherapeut.
  • An das Studium schließt sich eine nach Landesrecht zu organisierende Weiterbildung in stationären und ambulanten Einrichtungen an.
  • Im ambulanten und stationären Bereich werden die Behandlungsleistungen, die Psychotherapeuten in Weiterbildung (PiW) im Rahmen ihrer Weiterbildung erbringen, von den Krankenkassen vergütet. Damit können PIWs in der vertragsärztlichen Versorgung im Angestelltenverhältnis beschäftigt und vergütet werden.
  • Mit Abschluss der Weiterbildung sind die Psychotherapeuten berechtigt, sich ins Arztregister eintragen zu lassen und sich um eine Zulassung für die Versorgung im System der gesetzlichen Krankenversicherung zu bewerben.
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