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07.12.2015 // E-Health-Gesetz

Regierung legt Fahrplan für Digitalisierung fest

Der Bundestag hat das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) verabschiedet. Damit sollen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien in der medizinischen Versorgung etabliert und die digitale Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen forciert werden. Das Gesetz enthält dazu neben inhaltlichen Vorgaben auch Fristen sowie Anreize und Sanktionen.

So soll das Versichertenstammdatenmanagement nach einer Testphase ab dem 1. Juli 2016 innerhalb von zwei Jahren flächendeckend eingeführt werden – obwohl die gematik bei der öffentlichen Gesetzesanhörung die Einhaltung des Termins aufgrund von Lieferschwierigkeiten der Industrie infrage gestellt hatte. Bis Mitte 2018 sollen Arztpraxen und Krankenhäuser laut Gesetz flächendeckend an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein.

Ab 2018 sollen die Notfalldaten eines Patienten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können, wenn er dies wünscht. Nimmt er zudem mindestens drei Medikamente gleichzeitig ein, hat der Patient Anspruch auf einen Medikationsplan. Damit sollen die Patientensicherheit erhöht und unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln vermiede werden. Der Arzt muss den Versicherten über seinen Anspruch informieren. Apotheker sind bei Änderungen der Medikation auf Wunsch des Versicherten zur Aktualisierung verpflichtet.

Ab 2019 soll es auch die elektronische Patientenakte als freiwillige Anwendung für die Versicherten geben. Darin sollen der Notfalldatensatz, der Medikationsplan, Arztbriefe und weitere medizinische Dokumente – zum Beispiel Mutterpass oder Impfpass – enthalten sein. (stp)

Pressesprecher

Michael Rauscher

Tel.: 030 206208-11

Fax: 030 206208-711

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