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14.10.2016 // GOÄ-Novelle

Reinhardt: „Einen Konsens kann es nur über alles geben.“

Die Bundesärztekammer (BÄK) konzentriert sich im Rahmen der Gespräche zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) derzeit auf eine exakte Leistungsbeschreibung. Das berichtet der GOÄ-Ausschussvorsitzende Klaus Reinhardt – zugleich Vorsitzender des Hartmannbundes –, in einem Interview mit dem Ärztenachrichtendienst (ÄND). Dies sei die Grundlage für alle weiteren Bausteine. Reinhardt sprach in diesem Zusammenhang von einem „Qualitätssicherungsprozess“. Bislang gebe es neben Kapiteln, „in denen schon sehr viel richtig und gut ist“ auch Kapitel, in denen noch deutlicher Nachbesserungsbedarf besteht. „Diesen Nachbesserungsbedarf haben wir nun gemeinsam mit den Verbänden beschrieben und der wird sukzessive der PKV zur Stellungnahme übergeben“, so Reinhardt im Interview.

Er stellte dabei klar, dass das sogeannnte Blaue Buch nicht die Basis der aktuellen Arbeiten sei. „Das Blaue Buch ist Grundlage von nichts“, so Reinhardt. Es sei ein einseitiger Vorschlag des PKV-Verbandes gewesen und „Geschichte“. Die Bundesärztekammer habe diesen Vorschlag, der durch die Unternehmensberatung McKinsey erarbeitet worden sein soll, im März verworfen, weil die Leistungslegenden inkongruent erschienen und die Bewertungen „völlig inakzeptabel“ gewesen seien. „Einen Konsens kann es nur über alles geben und nichts ist gültig, bevor nicht alle Beteiligten zu allen Teilen zustimmen können“, erklärte Reinhardt.

Preise oder Neuregelungen in der Bundesärzteordnung seien nicht Gegenstand der aktuellen Gespräche, die noch bis Ende Dezember geführt werden sollen. Diese Themen kämen zu einem späteren Zeitpunkt. Völlig unzutreffend sei, dass künftig freie Honorarvereinbarungen nicht mehr möglich sein sollten. Diese Behauptung sei „völliger Unsinn“. Reinhardt wandte sich in dem Interview auch gegen ein „reflexartiges Funktionärsbashing“. Es helfe in der Sache nicht weiter.

Zum Interview …

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