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Aktuelle Meldungen

17.07.2017 // Forschungsprojekt in Dresden

Roboter sollen Pflege und Therapie von Demenzkranken verbessern

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz fördert ein Forschungsprojekt, das die Versorgung demenzkranker Patienten mit mobilen Roboterassistenten verbessern soll, mit 815.000 Euro. „Der Freistaat Sachsen setzt auf innovative Technologien für eine bessere Versorgung älterer Menschen“, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch anlässlich der Übergabe des Zuwendungsbescheides an das Kooperationsprojekt „CARE4ALL-Initial“. Partner sind einer Pressemeldung zufolge die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Technische Universität Dresden, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Cultus gGmbH der Landeshauptstadt Dresden sowie die Cognitec Systems GmbH. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Die  Roboterassistenten sollen in der Versorgung demenzkranker Patienten sowohl zu Hause als auch in Kliniken oder Pflegeheimen eingesetzt werden und das Pflegepersonal zum Beispiel als „mobile Nachtwächter“ in kritischen Situationen zu unterstützen. So soll ein Prototyp in einem Pflegeheim der Cultus gGmbH und der neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden autonom patrouillieren, Bewohner und Patienten in potentiell kritischen Situationen erfassen und mit dem diensthabenden Personal kommunizieren. Dabei soll untersucht werden, inwieweit der Roboterassistent sich mit den Bewohnern beziehungsweise Patienten unterhalten, diese zum Zimmer geleiten oder deren Aufenthalt in potentiell sturzgefährdeten Bereichen verhindern kann.

Ein weiteres Ziel sei die Integration des Roboterassistenten in Therapieaufgaben. Unter Anleitung von Therapeuten soll er diese unterstützen, um die Betroffenen gezielt und effektiv zu fördern. Damit soll die Alltagskompetenz der Betroffenen länger erhalten bleiben. Eine kostenintensive stationäre Pflege könnte dann erst zu einem späteren Zeitpunkt notwendig werden. Die Initiatoren versprechen sich davon neben der Verbesserung des Wohlbefindens der Demenzkranken auch eine Entlastung des Pflegepersonals. (stp)

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