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23.02.2017 // Ärztemangel

Saarland fördert Hausärzte in ländlichen Regionen und legt Stipendienprogramm auf

Die saarländische Landesregierung fördert rückwirkend zum 1. Januar die Niederlassung von Hausärzten im Saarland. Ein vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aufgelegtes Förderprogramm sieht für maximal 20 Praxisübernahmen oder -neuzulassungen im ländlichen Raum Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro vor. Für die Gründung von Zweigpraxen im ländlichen Raum sind 2.500 Euro Förderung möglich. Aktuell seien im Saarland 669 Hausärzte vertragsärztlich tätig, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Drittel davon erreiche in den kommenden fünf Jahren das 65. Lebensjahr. Aktuell sind bereits 33,5 hausärztliche Sitze unbesetzt.

Darüber hinaus soll ein Stipendienprogramm aufgelegt werden, um Medizinstudierende für eine spätere ärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen.  Damit sollen Medizinstudierende frühzeitig für eine spätere Tätigkeit im ländlichen Raum gewonnen werden. Das auf 48 Monate begrenzte Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich können an einer Hochschule in Deutschland eingeschriebene Studierende erhalten, wenn sie den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung erfolgreich bestanden haben und sich verpflichten, nach dem Studium mindestens 60 Monate im Saarland ärztlich tätig zu sein sowie innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der Facharztweiterbildung eine hausärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum aufzunehmen. Wird das Studium nicht ordnungsgemäß abgeschlossen oder die fachärztliche Weiterbildung oder eine ärztliche Tätigkeit nicht fristgerecht aufgenommen, ist das Fördergeld zurückzuzahlen. (stp)

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