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Aktuelle Meldungen

19.11.2019 // Arzneimittelengpässe

Spahn kündigt stärke Steuerung durch den Bund an

Mit Blick auf die zunehmenden Arzneimittel-Lieferengpässe hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine stärke Steuerung bei der Verteilung von Arzneimitteln seitens des Bundes angekündigt. Auch auf internationaler Ebene werde man nach Lösungen suchen, damit die Wirkstoffherstellung im größeren Umfang wieder in Europa erfolgen kann.

Das innerhalb der Koalition noch abzustimmende Maßnahmenpaket umfasst:

  • Eine Meldepflicht für Pharmafirmen und Großhändlern, welche dann die zuständigen Behörden über drohende Lieferengpässe bei versorgungsrelevanten Arzneimitteln informieren müssten – derzeit sind entsprechende Angaben an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) freiwillig.

  • Pharmaunternehmen und pharmazeutischen Großhändlern sollen Vorgaben zu den Lagerbeständen bestimmter Arzneimittel gemacht werden.

  • In Notfällen sollen auch Medikamente eingesetzt werden dürfen, sofern die Anwendung direkt vom Arzt am Patienten erfolgt, die nicht in deutscher Sprache ausgezeichnet sind – dies ist bisher nicht erlaubt. Dies würde den Einsatz importierter Arzneimittel erleichtern.

  • Es sollen Abweichungen von den Bestimmungen der Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Pharmaunternehmen ermöglicht werden. Wenn die Rabatt-Medikamente nicht zur Verfügung stehen, sollen Apotheker künftig nach 24 Stunden auch alternative, wirkstoffgleiche Mittel an die Patienten abgeben dürfen.

  • Ein Beirat soll in Zukunft die Versorgungslage bei Arzneimitteln in Deutschland stetig evaluieren.
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