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03.09.2018 // Gesetzentwurf liegt vor

Spahn will Organspende stärken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Prozedere in den Krankenhäusern verbessern und so die Zahl der Spenden erhöhen soll. Im Kern läuft das auf eine bessere Ausstattung der Kliniken mit Personal und Geld hinaus: 

  • Den Beauftragten für Transplantationen in den 1246 Krankenhäusern, in denen Organe entnommen werden, soll mehr Zeit gegeben werden. 
  • Für je zehn Intensiv- und Beatmungsbetten je Krankenhaus soll die Freistellung ein Zehntel der Arbeitszeit des Transplantationsbeauftragten betragen. Jede Intensivstation muss einen haben und die dadurch entstehenden zusätzlichen Personalkosten in Höhe von rechnerisch 24 Millionen Euro im Jahr sollen vollständig von den Krankenkassen refinanziert werden.
  • Zudem sollen die Beauftragten Ärzteregelhaft bei der Beurteilung hinzugezogen werden, wenn Patienten als Organspender in Betracht kommen. Sie bekommen uneingeschränkten Zugang zu den Intensivstationen wie zu Patientenakten zur Auswertung des Spenderpotentials.
  • Die Kliniken bekommen mehr Geld für die Organentnahme: Zu den heute gezahlten fünf Millionen Euro kämen nach der geplanten Neugestaltung der Pauschalen weitere zehn Millionen Euro hinzu.
  • Kleinere Entnahmekliniken sollen durch qualifizierte Ärzte in einem flächendeckenden neurologischen konsiliarärztlichen Bereitschaftsdienst unterstützt werden.
  • Ein differenzierteres Berichtsystem soll zudem die Qualität der Erkennung und Meldung von Spendern verbessern und rückwirkend alle Hirntodfälle analysieren.
  • Nicht zuletzt soll der Austausch zwischen Organempfängern und den Angehörigen der Organspender "in Form anonymisierter Schreiben verbindlich geregelt" werden.
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