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06.06.2017 // ZI-Forum

Studie empfiehlt Portalpraxen – und bei Umgehung eine Notfallgebühr

Für die neue Legislaturperiode der Bundesregierung sehen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) die „Arbeitsteilung“ zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im „gesundheitspolitischen Fokus“. Daher haben sie Studien in Auftrag gegeben, die entsprechende Zukunftsmodelle entwerfen sollen und nun auf einer Veranstaltung des ZI in Berlin vorgestellt wurden.

Ein Studienschwerpunkt lag dabei auf der Gestaltung dieser Arbeitsteilung mit dem Ziel einer „konsequenten Reorganisation nach dem Prinzip ‚ambulant vor stationär‘“. Zentral war dabei die Frage, mit welchen strukturellen Gliederungsmaßnahmen eine medizinisch und ökonomisch effektive und effiziente Arbeitsteilung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung herbeigeführt werden und mit welchen gesetzlichen Neuregelungen entsprechende Impulse gesetzt werden können. Dabei betonten die Autoren ausdrücklich, dass zentrales Kriterium bei der Bewertung der Vorschläge das Patientenwohl sowie die Interessen der Versicherten seien. „Sozialrechtlich tradierte Sektorengrenzen“ erfüllten keinen Selbstzweck, sondern seien im Sinne einer optimalen und damit kontinuierlichen Behandlung der Patienten zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigte sich mit der Notfallversorgung. Ziel müsse sein, für alle Anliegen eine Behandlung zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu gewährleisten. Dabei fehlt es nach Einschätzung des AQUA-Instituts jedoch an einem einheitlichen Ersteinschätzungsverfahren. Die dazu gemachten Vorschläge reichten dabei von Portalpraxen mit einer Notfallgebühr in Höhe von 20 Euro für jene Patienten, die diese als Nicht-Notfall bewusst umgehen, bis zu einer Telefontriage, sprich einer telefonischen Qualifizierung von Behandlungsanliegen nach Dringlichkeit und angemessener Versorgungsebene. (stp/pme)

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