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Aktuelle Meldungen

25.05.2017 // 120. Deutscher Ärztetag

Studienbegleitende, strukturierte und qualitätsgesicherte Promotion gefordert

Der 120. Deutsche Ärztetag hat die Universitäten aufgefordert, an der studienbegleitenden Erstellung der Dissertation festzuhalten und die wissenschaftliche Ausbildung im Medizinstudium zu stärken. Umfragen des Hartmannbundes unter den Medizinstudierenden und jungen Ärztinnen und Ärzten hatten ergeben, dass eine Mehrheit der befragten den Doktortitel erwerben möchte, jedoch nicht in die Forschung gehen wolle. Schlecht schnitten dabei vor allem die wissenschaftliche Ausbildung und die Vorbereitung auf die Promotion ab. Mehr als zwei Drittel der Studierenden bewerteten dies und ihre Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, nur mit befriedigend bis mangelhaft.

Hintergrund der Forderung ist eine aktuelle Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz für eine  postgraduale medizinische Dissertation. Dieser dürfe nicht gefolgt werden, da die zeitlichen und strukturellen Bedingungen des Medizinstudiums und der anschließenden Facharztweiterbildung es notwendig machten, die promotionsvorbereitende Forschungstätigkeit und die Erstellung der Dissertation in der Regel bereits in die zweite Studienhälfte einzubetten, wie es in der Begründung des von Hartmannbund-Delegierten eingebrachten Antrags heißt. In Zeiten des Mangels an qualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs müsse diese Zeitkomponente mit bedacht werden: Parallel zu einer ärztlichen Vollzeittätigkeit sei es nur bedingt möglich, die Dissertation fertigzustellen. (stp)

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